Wir möchten euch eine Geschichte erzählen, die man kaum glauben kann.
Eine Geschichte, die uns nicht nur tief berührte, sondern auch innehalten ließ. Ein Fehler, so klein und unbedeutend er zunächst schien, hatte fatale Folgen, die eine eigentlich harmlose Krankheit zu einer Katastrophe werden ließen.
Doch lasst uns von vorne beginnen. Es ist die Geschichte von Anna, einer liebevollen Mutter, ihrem Ehemann, ihrem Sohn Matti und einem scheinbar ganz gewöhnlichen Tag, der alles veränderte
. Alle Namen in diesem Bericht wurden geändert, um die Privatsphäre der Betroffenen zu schützen – doch die Gefühle, die Ängste und die Hoffnung sind echt.
Unser Pünktchen Anna erzählt…
„ Alles begann 2019.
Eigentlich hätte es das schönste Jahr unseres Lebens werden sollen – das erste Jahr als kleine Familie
. Unser Sohn Matti war 2018 nach acht langen Jahren voller Hoffen und Bangen endlich geboren worden
. Alles schien perfekt. Unsere Herzen waren voller Liebe, und wir hatten das Gefühl, dass das Leben uns endlich ein kleines Wunder geschenkt hatte
.
Doch manchmal nimmt das Schicksal eine grausame Wendung. Noch ahnten wir nicht, dass ein paar immer wiederkehrende starke Bauchschmerzen unser Leben für immer verändern würden.
Es begann harmlos. Hier und da ein Ziehen, das ich erst ignorierte. Doch die Schmerzen wurden stärker, quälender. Notarzteinsätze (112x)
und Krankenhausaufenthalte
häuften sich. Doch statt Antworten bekam ich in einem der Krankenhäuser nur Demütigung. Man sagte mir, ich hätte ein psychisches Problem, solle „die Betten für Notfälle freihalten“ und entließ mich wieder nach Hause.
Keine 48 Stunden später lag ich erneut auf einer Trage. Ein anderer Arzt in einem anderen Krankenhaus entdeckte per Ultraschall einen schweren Nabelbruch mit einem eingeklemmten Darm. Es war keine Zeit zu verlieren. Ich wurde sofort in eine Spezialklinik gebracht und noch in derselben Nacht notoperiert.
Aber die Erleichterung war nur von kurzer Dauer. Die Bauchschmerzen kehrten zurück, intensiver denn je. Ich suchte verzweifelt Spezialisten auf, doch die Untersuchungen ergaben nichts Eindeutiges. Meine Blutwerte, besonders die Leberwerte, waren erschreckend hoch. Der Verdacht auf Leberkrebs schockierte uns, doch glücklicherweise wurde dieser nach einer Biopsie ausgeschlossen.
Als die Ärzte schließlich eine ERCP vorschlugen – ein Eingriff, der eigentlich Routine sein sollte – willigte ich ein. Ich war bereit, alles zu tun, um wieder gesund zu werden.
Doch aus einer Nacht im Krankenhaus wurden zwei Jahre – zwei Jahre, die zu den härtesten meines Lebens wurden.
Noch am Tag des Eingriffs entwickelte ich eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung. Die Schmerzen waren unerträglich. Mein Zustand verschlechterte sich dramatisch, und bald war mein Körper so geschwächt, dass ich ins künstliche Koma gelegt werden musste.
Die Ärzte machten meinem Mann und meiner Familie kaum noch Hoffnung
. Ich schwebte monatelang zwischen Leben und Tod. Währenddessen wartete unser kleiner Sohn Matti, erst drei Jahre alt, vergeblich auf seine Mama. Er konnte nicht verstehen, warum ich plötzlich nicht mehr da war.
Ich verbrachte über 300 Tage
auf der Intensivstation. Mein Körper kämpfte verzweifelt. Als ich endlich aus dem Koma erwachte, war nichts mehr, wie es vorher war. Ich konnte nicht sprechen, nicht atmen, nicht einmal meinen Körper spüren. Eine Beatmungsmaschine hielt mich am Leben, und meine Lunge, schwer geschädigt von der entzündlichen Flüssigkeit in meinem Bauchraum, hatte nur noch die Kapazität eines Kleinkinds.
61 Operationen
Das war die Zahl, die ich am Ende mit meinem Überleben bezahlte. Ende 2023, nach unzähligen Wochen auf der Palliativstation, einer Magensonde und mehr Leid, als ich je für möglich gehalten hätte, durfte ich endlich nach Hause zurückkehren – zu meinem Mann, zu Matti, zu dem Leben, das ich beinahe verloren hätte.“

Als es Anna endlich etwas besser ging, sehnte sie sich nach einer Zeit, in der sie mit ihrer Familie einfach nur zusammen sein konnte – ohne Klinikflure, ohne Geräte, ohne die ständige Angst um ihre Gesundheit. Sie alle brauchten diese Auszeit dringend. Doch eine solche Zeit fernab des Alltags stellte die Familie vor große Herausforderungen: Es bedurfte besonderer Ausstattungen, um Annas gesundheitliche Bedürfnisse zu berücksichtigen. Diese erhöhten die Kosten erheblich
.
Um der Familie diesen Wunsch zu ermöglichen, haben wir sie mit einer Spende von 2.500 Euro unterstützt. Dank dieser Hilfe konnten Anna, ihr Mann und ihr kleiner Matti eine wundervolle, wenn auch viel zu kurze Zeit miteinander verbringen
. Es war, wie Anna uns später erzählte, eine Zeit voller kleiner Momente des Glücks – wie eine richtige Familie, frei von Sorgen, wenn auch nur für eine Weile.
Wir wünschen Anna weiterhin von Herzen gute Besserung
. Noch immer ist sie längst nicht an dem Punkt in ihrem Leben, an dem sie einst war. Doch wir hoffen, dass sie weiterhin die Kraft und die Unterstützung erhält, die sie so dringend braucht – sei es von ihrer Familie, von Freunden oder durch die Hilfe der zuständigen Behörden.